Dienstag, 24. November 2009
Guatemala
mal wieder ist so einiges passiert was ich euch hier auf meinem Blog erzaehlen moechte:
Als faengt damit an das wir nun fuer zwei Monate Ferien haben und diese Zeit natuerlich zum rumreisen in Mittelamerika nutzten wollen. Unsere erste Station der Reise heisst Guatemala, genauer genommen Guatemala City, eine laut Reisefuehrer und der Seite des Auswaertigen Amts gefaehrliche und dreckige Stadt. Leider glaube ich dass die Autoren beider genannten Printmedien, nie in Nicaragua oder besser gesagt in Managua waren. Diese Stadt in der ich mich befinde ist alles andere als dreckig und unsicher fuehle ich mich hier auch nicht. Wobei man dazu sagen muss dass es nicht ungefaehrlich ist. Aber im Vergleich zu Guatemal City ist Managua ein wahres Drecksloch. Hier merken wir, dass sind Lina, Vivi und Selina eine ausserordentlich nette Oesterreicherin, dass Nicaragua wirklich das zweit aermste Land in Mittelamerika ist. Guatemala City ist wirklich einen schoene Stadt mit Kirchen, Cafes, Parks und schoenen Plaetzen. Zudem ist es dass erste MAl nach vier Monaten fuer mich das ich wieder zwei bis drei schoeckige Haeuser sehe, in denen es sogar warmes Wasser gibt. Da wir uns hier aber auch etwas weiter im Norden befinden, wird es hier echt kalt und ich musste mir noch einen zweiten Pollover zulegen. Im weitern gibt es hier auch viele Produkte wie zum Beispiel Kaese in den Laeden oder Sahen die es in Nicaragua nicht gibt. Ich erleide hier gerade einen zweiten Kulturschock, jededoch wuerde ich Guatemal immer noch als armes Land bezeichnen, da wir im moment nur den den Teil in der Innenstadt mitkommen und auch hier gibt es viele Kinder und Erwachsene die nur schwer ueber die Runden kommen.
Die Stadt hat ein paar schoene Sehenswuerdigkeiten und so waren wir heute soagr in einem Museum ueber die Geschichte von Guatemala.
Unsere Reise wird in der kommenden Zeit durch ganz Guatemal fuehren, eine Sehenswuerdigkeit auf die wir uns besonders freuen is Tikal, die Stadt der Mayas.
Deshalb werde ich euch auch weiterhin auf dem laufenden halten so weit dies Moeglich ist. Bitte entschuligte meine komische Schreibweise aber auf dieser Tastertur gibts es nicht alle Buchstaben oder sie sind vertauscht.
Ich gruesse wie immer alle die ich Lieb hab und alle die mich Lieb haben!!!
Euer Tim
Dienstag, 17. November 2009
1. Rundbrief
Escuela Publica Espical La Amistad
Das Projekt im Allgemeinen
Jeden Morgen arbeite ich von 7.15 Uhr bis 12.15 Uhr in meinem Projekt ,an der Escuela Publica de Educacion Especial la Amistad, eine integrative Grundschule für gesunde Kinder, sowie für Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen im Alter von 5-13 Jahren . Insgesamt hat besteht meine Schule aus 10 Klassenräume, in denen meist bis zu 30 Kinder sitzen. Es gibt zwei Klassen für taubstumme Kinder, sowie zwei Klassen für geistig Behinderte Kinder, in den restlichen Klassen sitzen zum größten Teil gesunde Kinder. Jedoch werden oft Kinder mit Förderbedarf in den einzelnen Fächern von der Lehrerin mit besonderen Aufgaben betreut. Die Kinder werden in den Fächern „Kochen“, „Sport“, „Computer“ und zu einem geringen Teil in „Kunst“, unterrichtet. Später kommen noch Fächer wie „Gesellschaft“ und „Handwerk“ dazu. Den größten Teil des Unterrichtes nehmen die Fächer „Sprache und Literatur“ sowie „Mathematik“ ein. Um all diese Fächer unterrichten zu können hat meine Schule einen Nähraum, eine Küche, einen Computerraum und seit kurzer Zeit einen Essensraum, da die Kinder in der Schule essen. Obwohl es alles sehr komplex erscheint ist meine Schule für deutsche Verhältnisse sehr klein. Und die meisten Materialien konnte sich die Schule nur leisten, da sie eine Partnerschaft mit einer Stadt namens Tilburg in Holland hat. Da es in Nicaragua an Platz für Unterricht mangelt findet der Unterricht der Grundeschule am Morgen und der Unterricht der weiterführernden Schule am Nachmittag statt.
Mein Arbeitsbereich
Ich arbeite zusammen mit der Klassenlehrerin Ermelinda in einer zweiten Klasse, die von Kindern im Alter von 7 bis 12 Jahren besucht wird. In den ersten zwei Wochen meines Projektes hatte ich nicht viel zu tun, da mein Spanisch noch zu schlecht war und ich mich weder mit den Kindern noch mit meiner Lehrerin verständigen konnte, aus diesen Gründen bestanden meine Hauptaufgaben darin Sachen aus zuschneiden, aufzuhängen oder einfach nur anwesend zu sein. Doch durch meinen nachmittäglich Sprachkurs ,wurde mein Spanisch besser und somit auch die Kommunikation in meinem Projekt. Schnell suchte ich mir neue Aufgaben, zum Beispiel Oliver einen blinden Jungen in meiner Klasse, das Lesen und Schreiben, der Blindenschrift beizubringen. Dies ist auch jetzt meine neue Hauptaufgabe, seit ungefähr eineinhalb Monaten helfe ich auch immer wieder in der Küche beim Kochunterricht, und seit 2 Wochen gebe ich 2 Stunden die Woche Englischunterricht in meiner Klasse. Im weiteren biete ich an zwei Mittagen in der Woche Englischunterricht für meine Lehrer an, da in diesem Bereich eine große Nachfrage bestand. Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden in meinem Projekt, die Lehrer und vor allem der Direktor Jose Manuel Lopez sind sehr freundlich und geben einem, wen man Intresse zeigt, Raum und Zeit um seine eigene Ideen im Projekt zu verwirklichen. Jedoch denke ich dass man nicht darauf warten sollte dass einem die Aufgaben zugeschmissen werden. Hätte ich das getan würde ich wahrscheinlich immer noch da sitzen und Sachen ausschneiden.
Oliver- Mein Hauptaufgabe
Oliver ist neun Jahre alt und von Geburt an Blind. Jeden Morgen wird Oliver von einem Schulbus der dem Projekt angehört zur Schule gebracht Leider fällt dieser Bus oft aus und so kann Oliver nicht zur Schule kommen. Die Eltern haben nicht genug Geld um Oliver an diesen Tagen in einem öffentlich Bus fahren zu lassen und aus diesem Grund fehlt er sehr häufig. Zu Beginn meiner Arbeit mit Oliver erzählte mir meine Klassenlehrerin dass er schon etwas die Blindenschrift beherrsche und Buchstaben so wie einfache Wörter lesen könne. Jedoch stellte sich schnell für mich heraus, dass dies nicht der Fall war und Oliver nur riet und noch nicht einmal die einzelnen Buchstaben voneinander unterscheiden konnte, deshalb musste ich ganz von vorne Anfangen. Da ich in der ersten Zeit die Blindenschrift nicht beherrschte musste ich in einer Tabelle nachlesen wie die einzelnen Buchstaben, in Form von Punkten, die mit einer Nadel ins Papier gestochen werden, aussehen. Mittlerweile habe ich so viel geschrieben dass ich es auch ohne Tabelle schaffe.
Und mit jedem Buchstaben den ich für Oliver schreibe, wird er besser. Mittlerweile beherrscht er das komplette Alphabet und wir fangen an einfache Worte wie „Mama“ oder „Papa“ zu lesen. Oliver ist sehr aufgeweckt und lernt schneller als ich zuerst gedacht hätte. Außerdem redet und erzählt er gerne von seinen Erlebnissen und präsentiert mir jeden Tag ein neues Tier aus seiner riesigen Stofftiersammlung. Da gibt es Mäuse, Elefanten und Hunde, die ich ihm alle genau beschreiben soll und von denen er komischer Weise immer die Farbe wissen möchte. So weit es gehtVersuche ich ihm die Welt zu beschreiben, jedoch fällt es mir auf Spanisch noch sehr schwer und ich glaube mir würde es auch auf Deutsch schwer fallen. Trotzdem geht Oliver mit so viel Freude und Aktivität an die Sachen dran, was mir sehr viel Spaß macht und mich immer wieder verblüfft.
Seit dem ich mit Oliver zusammen Arbeite habe ich mir oft die Frage gestellt wie es ist blind zu sein. Dies erzählte ich Mirte meiner holländisch Mitbewohnerin und sie kam auf die Idee, ich solle doch einen blinden Tag machen. Schnell war ich von der Idee begeistert und schon zwei Tage danach stand ich auf, verband mir die Augen und nahm die Binde erst am Abend kurz vor dem schlafen gehen ab. Es war wahrscheinlich der einzige Tag in meinem Leben an dem ich das Tageslicht nicht gesehen hab. Trotzdem versuchte ich den Tag so normal wie möglich zu gestalten, ich ging ins Schwimmbad und zur Bäckerei und fuhr mit dem Bus. Dieser Tag hat mir im nach hinein sehr viel gebracht da ich viel über das blind sein gelernt habe. Zum Beispiel war mir nie bewusste wie sehr man als Blinder auf die Hilfe von anderen angewiesen ist und es deshalb unmöglich ist ein selbständiges Leben zu führen. Immer wieder musste mir Mirte den Weg zeigen und hätte ich keine anderen Menschen gehabt, hätte ich wahrscheinlich im Bett liegen bleiben müssen. Doch dank der dieser anderen Menschen hatte ich trotzdem einen schönen Tag, es war zum Beispiel ein ganz besonderes Erlebnis im Schwimmbad ins Wasser zu gehen, und auch das Essen nach dem Schwimmen schmeckte besonders gut. Außerdem nahm die Welt viel mehr über meine Füße und über meine Nase war. Ich werde wahrscheinlich niemals verstehen wie es ist Blind zu sein aber ich habe einen Eindruck bekommen und deshalb wünsche ich niemanden in diese Situation zu kommen, es ist nämlich sehr schön ein freies und eigenständiges Leben führen zu können.
Andere Aufgaben im Projekt
Seit einiger Zeit helfe ich noch beim Kochunterricht mit, in der Küche der Schule koche ich zwei mal die Woche landestypische Gerichte. Oft machen wir Plätzchen, Enchilda oder andere Köstlichkeiten, die dann an die Kinder der anderen Klassen, für einen geringen Preis verkauft werden. Meine Aufgabe besteht darin herumzugehen und den Kindern dabei zu helfen die Zutaten in die richtige Form zu bringe.
Seit ungefähr zwei Wochen besteht eine weitere Aufgabe darin den Kindern Englischunterricht zu geben. Auf diese Idee kam ich da viele Kinder zu mir kamen und immer wieder englische Wörter, die sie irgendwo aufgeschnappt hatten, an den Kopf schissen. Als ich meiner Lehrerin von der Idee erzählte war sie begeistert und so gebe ich nun zwei Stunden die Woche Englischunterricht der meist auf spielerische Art und Weise stattfindet, da die Kinder meist noch nicht richtig sicher schreiben können. Doch wenn ich in die Schule komme werde ich seit neustem mit ein freundlichen „Good morning“ begrüßt.
In meiner Klasse gibt es sogar Kinder die noch gar nicht schreiben können, und wenn Oliver fehlt, was nicht selten vorkommt, gebe ich genau diesen Kindern Nachhilfe in Lesen und Schreiben.
Oft ist diese Art von Unterricht sehr schwierig da die Kinder starke Konzentrationsprobleme haben und ständig die einzelnen Buchstaben verwechseln.
Seit dem ich Englischunterricht bei den Kinder gab, kamen regelmäßig Lehrerinnen in meine Klasse um Briefe oder SMS vom Englischen ins Spanische übersetzt zu bekommen. So entschied ich nach kurzer Zeit ebenfalls Englischunterricht für die Lehrer am Nachmittag anzubieten. Seit dem Unterrichte ich zweimal die Woche eineinhalb Stunden Englisch für die Lehrer die sehr Interessiert und aufmerksam bei der Sache sind. Jedoch haben sie wie alle Leute in Nicaragua große Probleme mit der englischen Aussprache.
Da es an meiner Schule viele taubstumme Kinder gibt und viele in der Pause ankamen und versuchten mit mir zu kommunizieren beschloss ich zwei Mal die Woche Unterricht für Gebärdensprache zu nehmen Seit dem sieht man mich jede Pause wild gestikulierend auf dem Schulhof stehen um den Versuch zu Starten mit den Kindern übers Wochenende zu reden.
Im Großen und ganzen macht mir mein Projekt und mein Leben hier Nicaragua große Freude. Natürlich gibt es gute und schlechte Tage, aber ich würde sagen die guten Tage überwiegen. Jeden Morgen wenn ich in die Schule komme werde ich von den Kinder begrüßt und umarmt, manche Kinder lieben die Schule sogar so, dass sie anfangen zu weinen wenn sie gehen müssen und mich die ganze Zeit drücken. Aber nicht nur mit den Kindern komme ich gut zurecht sondern auch mit den Lehrerinnen und mit dem Direktor, obwohl mein Spanisch nicht das Beste ist nehmen sie sich immer wieder Zeit für mich und lassen mir Raum zum Arbeiten. Ich habe bis jetzt viel Glück mit meinem Projekt gehabt und hoffe das es in der Zukunft so weiter geht.
Dank
Danke, an alle die mich gedanklich, so wie finanziell in meinem Jahr unterstützen. Ohne Eure Hilfe wäre dieses Projekt, wahrscheinlich nicht möglich und Ihr seid genau so Teil von meinem Jahr, wie all die schönen Erlebnisse die ich hier in Nicaragua machen darf.
In diesem Sinne:
Vielen Vielen Dank
Euer Tim
Der Monat Oktober
lange hab ich nichts mehr geschrieben!! Aber nun möchte ich noch einmal versuchen die letzten Ereignisse in Worte zu packen:
Ein schlimmes Wochenende:
Ich fange direkt mit dem schlechtesten Ereignis an. Vor ungefähr zwei Wochen war Mirtes Vater gekommen um seine Tochter zu besuchen. Aus diesem Grund hatte Mirte so einige Touren mit ihrem Vater geplant, eine Tour sollte nach Apante dem höchsten Berg in Matagalpa gehen, auf dem sich oben schöne Wasserfälle befinden. Jedoch sollte der Tag nicht so schön werden wie geplant. Als Mirte und ihr Vater nach einer zwei Stunden langen Wanderung fast an der Spitze angekommen waren, kamen ihnen zwei Jungen entgegenlaufen und erzählten nervös das ihr Freund in einen der vielen Gewässer vor ungefähr 15 Minute ertrunken war. Sofort lies Mirte alle ihre Sachen liegen und lief mit den Kindern der Berg hoch, doch an dem kleinen See angekommen war nichts zu sehen und da es nicht Sicher war, ob der Junge an einem Sog ertrunken war, traute sich Mirte nicht ins Wasser. Die Jungen fingen an zu weinen und Mirte fühlte sich ziemlich Hilflos, als ihr Vater ein paar Minuten später eintraf wurde sofort die Polizei gerufen. Als zwei Stunden später zwei Polizisten ohne jegliche Rettungshilfen auf dem Berg ankam, war alles verloren. Es schien nur noch schlimmer zu werden da die Polizei den Kindern nicht glaubte und sogar noch anfing Scherze über das ganze Geschehen zu machen. Mirte berichtet uns dass die Polizei nur gekommen war um alles aufzunehmen und einen Schuldigen zu finden nicht um den Jungen vielleicht noch irgendwie zu retten. Nach diesem langen Tag saß Mirte schließlich unter Tränen in unserer Küche um uns die ganze Geschichte zu erzählen. Das schlimme war wohl die Hilflosigkeit und die Arte der Polizei die nicht verstehen wollte das der elfjährige Junge nicht schwimmen konnte.
Obwohl ich nicht dabei gewesen bin ging ich am Abend mit einem schweren Gefühl ins Bett und war mir sicher eine andere Seite des sonst eigentlich sehr friedlichen Land Nicaragua kennen gelernt zu haben.
Mond und keine Schildkröten:
Da im Moment wohl ein besonders gute Zeit sein soll um Schildkröten an den Stränden von San Juan del Sur ( ein Stadt im Nordwesten von Nicaragua) zu sehen, machten Selina (eine Österreicherin die wir hier kennen gelernt haben) Philipp ( Freund von Lina, der zu Besuch war),Lina und ich uns an einem verlängerten Wochenende auf den Weg um diese zu sehen. Diese Schildkrötenart die wir sehen wollten, wird bis zu 200 Jahre alt und brütet nur an 5 Stränden auf der ganzen Erde. Also ein tolles Ereignis das wir uns nicht entgehen lassen wollten. Doch an den schönen Stränden von San Juan del Sur angekommen stellten wurde uns schnell von einer netten Schildkrötenführerin mitgeteilt, dass es genau an diesem Wochenende keine Schildkröten geben würde, da Vollmond war und die Tiere bei viel Licht nicht an den Strand kommen um ihre Eier abzulegen. Es hat zwar nicht geklappt trotzdem hatten wir ein tolles Wochenende mit fantastischen Sonnenuntergängen, hohen Wellen und schöner Live Musik. Nur viel Helloween am letzten Abend leider ins Wasser, da es in strömen Regnete und somit die Horrorshow von einem verrückten Kanadier abgebrochen werden musste.
Der weisse Wasserfall:
An zwei Wochenenden sind wir an einen wunderschönen Wasserfall gefahren um schwimmen zu gehen und die Natur zu genießen. Der Wasserfall ist bestimmt 20 Meter hoch und das Wasser ist glasklar. Hinter der riesigen Wasserfontäne befindet sich eine Höhle mit Fledermäusen, von der man eine großartige Aussicht auf die blühende Umgebung hat. Im Moment ist hier nämlich die Regenzeit ausgebrochen, Abends wird es bei 24 Grad sogar manchmal richtig kalt. Außerdem scheint die Tier und Pflanzenwelt zu explodieren!!
In der nächsten Woche werde ich für zwei Monate verreisen aber ich werde versuchen alles auf dem laufenden zu halten auch wenn ich das im letzen Monat nicht so gemacht habe.
Ich grüße wie immer alle die ich Lieb habe und alle die mich Lieb haben
Euer Tim
Samstag, 7. November 2009
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Horrorfilm und Porno
Buenas dias,
es ist leider wieder sehr viel Zeit seit meinem letzten Bericht vergangen, das liegt unter anderem daran dass ich im Urlaub war und dass ich Geburtstag hatte. In diesem Sinne noch vielen Dank an alle, für die ganzen Geburtstagsgrüße, Briefe und Pakete. Dann fange ich am besten mal an:
Die Woche vor der Unabhängigkeitswoche in Nicaragua (7.9.- 13.9.2009):
Am Mittwoch haben wir Mirtes Geburtstag bei uns nach gefeiert, unser Geschenk für sie war ein Pinata. Eine Pinata ist eine Figur, in diesem Falle Tigger von Winni Poo, mit vielen Süßigkeiten im Bauch, auf die das Geburtstagskind solange einschlagen muss bis alle Süßigkeiten heraus fliegen. Jedenfalls war es ein großer Spaß und wir haben viel gelacht.
Das Wochenende war das letzte Wochenende für die amerikanische Mitbewohnerin
von Vivi und Lina, Elisa. Aus diesem Anlass feierte sie eine Abschiedsparty, und ich denke Vivi und Lina waren traurig dass Elisa ging, da sie mit Angie der anderen Amerikanerin nicht auf der gleichen Wellenlänge sind.
Die Unabhängigkeitswoche 14.9. - 20.9. 2009:
Am Montagmorgen mussten Barbara und ich ins große Baseballstadion in Matagalpa, um uns für die große Unabhängigkeitsparade zu Versammeln, an der alle Schulen in der Stadt teilnahmen. Auf der großen Wiese gab es Trommler und halbnackte 15-jährige Mädchen, die mit ihren tänzen die Stimmung anheizten. Nach ein paar großen, langen Reden und dem impulsiven Singen der Nationalhymne gingen wir dann endlich los und zogen durch die ganze Stadt. Am Straßenrand standen viele Leute, die zu meiner Überraschung applaudierten wenn wir kamen, da wir die einzige Gruppe mit behinderten Kindern waren. Am Nachmittag gab es dann noch viele Feiern, bei denen anscheinende viel Alkohol floss, was darin endete das lauter schwankende Männer unsere Straße passierten.
Am Abend war dann meine eigene kleine Geburtstagsfeier mit eine paar Nicas, Holländern und Deutschen. Insgesamt war es eine schöne Feier mit zu viel Nudelsalat, einer Spongbob-Piniata und Gitarrenmusik. Um 12 Uhr habe ich dann mein Geschenk von Lina und Vivi bekommen, einen spanischen Porno mit dem Namen „ Die Jungfrau Oma – 80 Jahre Erfahrung im Körper einer 20-jährigen“ und dazu noch eine Fotostory, wie sie auf die Idee für das Geschenk gekommen sind.
Am nächsten Morgen fuhren Lina,Vivi und ich in den Urlaub, nach San Juan del sur ans Meer ge. Um aus diesem Urlaub erzählen zu können ist es wohl am Besten die einzelnen Charaktere genauer zu beschreiben:
Keyla( ca. 34 Jahre):
Aufmerksame Leser meines Bloges kennen Keyla bereits, mit ihr hatten wir nämlich einen sehr schönen Abend in Matagalpa. Und wie es der Zufall wollte habe ich Keyla wieder in San Juan getroffen, als sie gerade mit ihrer großen Sonnenbrille und einem Glas Rum den Sonnenuntergang genoss. Die Neuseeländerin Keyla arbeitet in London beim Fernsehen und erholt sich nun bei einer dreimonatigen Reise in Mittelamerika. Sie ist zwar schon etwas älter als wir, aber trotzdem fröhlich und jung geblieben. Zudem kann sie ordentlich trinken und hat jeden Abend mit einen anderen Nica spass. Nach einem Aufenthalt auf der Insel Ometepe war sie nun in San Juan gelandet, und war wie wir von den schönen und einsamen Stränden dort begeistert. Außerdem hat sie uns ihr Geheimrezept gegen einen Karter verraten, was ich hier nun für alle exklusiv auf meinem Blog veröffentliche:
Zuerst die große Sonnenbrille anziehen, dann ein großes Frühstück, danach Schwimmen und wieder ein Bier trinken. Das wichtige hierbei ist natürlich das Bier und wenn eins nicht reicht, noch eins.
Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber bei ihr scheint es gut zu klappen.
Kahn und seine Freundin ( beide um die 25 Jahre):
Kahn ist eine Freund von Angie (Mitbewohnerin von Lina und Vivi) und wohl der einzige Türke in Nicaragua. Kaum zu glauben wenn man aus Deutschland kommt. Jedenfalls trafen wir Kahn im Bus nach San Juan del Sur mit seiner Freundin, die ihn aus Istanbul für 2 Wochen besuchen gekommen ist. Doch das Treffen im Bus sollte nicht das einzige bleiben, da die beiden ebenfalls nach San Juan fuhren, jedoch wollten sie dort ein romantische Zeit verbringen. Wir trafen sie noch mindestens 5 mal:
Am ersten Tag vor unserem Hostel
Am zweiten Tag an einem abgelegenen Strand
Am dritten Tag an einem anderen abgelegenen Strand
Am vierten Tag vor einem anderen Hostel
Am letzten Tag im Bus auf der Rückfahrt
Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass wir sie wirklich immer nur aus Zufall getroffen haben und dass diese Strände wirklich abgelegen waren.
Zudem lernte wir auf diese Weise Kahns Freundin kennen und bekamen ein sehr gutes Bild von den Türken, da sie überaus nett war.
Roberto ( ca. 34 Jahre):
Roberto kommt genau wie Keyla aus Neuseeland und lebt jetzt in London. Der unterschied ist, dass er eine Weltreise macht und ihm aber leider das Geld ausgegangen ist, weshalb er nun in Nicargua hängen geblieben ist, und dort bis zum Verfall seines Weltreisetickets in San Juan etwas surft.
Roberto arbeitete als Krankenschwester in Neuseeland und nun als Kellner in London. Er ist wie Keyla sehr lustig, hat leicht graue Haare und möchte ein Kinderbuch schreiben über Mäuse und Ratten die im Londoner Untergrund Abenteuer erleben. Keyla und er waren das Perfekte Team für einen guten Urlaub.
Der verrückte Doktor (ca. 71 Jahre):
Da die Informationen die ich nun schreibe, strengster Geheimhaltung unterliegen muss ich Namen und einige Daten verändern. Wenn ihr diese Worte lest könnte es sein dass ich eventuell bereits verschleppt, geflohen, gekidnappt oder tot bin. Aus diesen Gründen spreche ich auch nur noch von Dr. Frankenstein. Also die Geschichte fängt so an dass wir in unserem Urlaub nicht immer nur in der Sonne liegen wollten sondern auch ein bisschen Kultur des Landes entdecken wollten, aus diesem Grund beschlossen wir zu einer Uralten Höhlenmalerei zu gehen die in der Nähe eines Wasserfall liegen sollte. Doch schon nach einiger Zeit mussten wir feststellen das die Beschreibung in unserem Reiseführer keinen Sinn ergab und die Nicas nicht im angehen wussten wovon wir sprachen. Später stellte sich heraus das es diese Malerei wo gibt aber kein Nica genau weiß wo sie genau ist. Da wir aber nicht so einfach aufhören wollten zu wandern, suchten wir uns einfach ein neues Ziel und zwar eine riesige Jesus Statue die über die Bucht San Juan wacht. Nach einem steilen Anstieg und einigen Anstrengungen waren wir endlich oben angekommen und hatten einen wunderbaren Ausblick. Als wir es nach kurzer Seit satt hatten an Jesus Füßen zu verweilen gingen wir über einen abgelegenen Weg, an eine noch viel abgelegenere Bucht die wir vom später noch viel weiter abgelegenen Jesus gesehen hatten. Auf den Weg gab uns Vivi kurz noch die Information mit das man bloß nicht die Hauptwege verlassen dürfe da es noch alte Mine aus dem Bürgerkrieg gäbe. Leider waren wir schon längst auf dem Weg und zum umkehren war es auch zu spät. Als wir dann ohne tödliche Wunden in der abgelegenen Bucht ankamen begegneten wir Pelikanen, toten Kugelfischen und einer Frau die uns davon abriet in der Bucht schwimmen zu gehen. Lina tat es trotzdem (Dazu später noch mehr). Nach 2 Stunden in der Sonne liegen beschlossen wir dann doch die weite Heimreise anzutreten. Als wir von der Bucht über einen Weg voll mit Schmetterlingen wieder auf eine größere Straße kamen hielten wir einen ca. 71 jährigen Amerikaner an der zu uns meinte das es uns nach San Juan müsste aber vorher wolle er noch an seinen Strand. Voll auf begeistert dass wir eine Mitfahrgelegenheit gefunden hatten, und sogar noch die Chance auf Schwimmen bestand, hüpften sofort auf die Ladefläche des Trucks, ohne zu wissen was uns erwarten würde. Als wir am Strand ankamen, stellte sich schnell heraus das Amerikaner, gar kein Amerikaner war, sondern Deutscher. Der alte Mann hatte uns einfach verarscht. Im Weiteren erfuhren wir das er Doktor ist und nicht mehr nach Deutschland kann weil er dort gesucht wird. Hier in Nicaragua hat er ein großes Haus mit Swimmingpool und einigen gekauften Frauen, die durch seine Stammzellenklinig finanziert werden. Ja, der gute Mann arbeitet nämlich mit Stammzellen und darüber auch schon ein paar Bücher geschrieben. Aber was ihn an diesem Tag wohl am meisten interessierte war Lina, der er nahe lege doch ein Kind bekommen, da sie gute Gene hätte. Dr. Frankenstein schien etwas verrückt zu sein aber Genie und Wahnsinn liegen meistens nah beieinander. Ein Genie war er weil mindestens 100 Sprachen sprach und sich mit jedem der Anwesenden, darunter auch zwei Türken in seiner Mutter sprach unterhalten konnte.
Obwohl wir uns nicht ganz wohl fühlten tranken wir mit ihm Champagner und schwammen im Pool. Nebenbei führten wir noch einige Gespräche in denen wir erfuhren das die Bucht in der wir zuvor waren, für das Abwasser ist und das dort Chemikalien im Wasser sind. Nach einem kurzen Bad im Meer fuhren wir dann schließlich nach Hause und nahmen einen kleinen Umweg, der Gefühlte zwei Stunden dauerte, für eine Strecke die normalerweise eine halbe Stunde dauert. So saßen wir mit etwas Angst, unter großem Sternenhimmel und bangten um unsere Stammzellen.
Wir Leben noch, aber was letztendlich mit unseren Stammzellen passiert ist, weiß nur der verrückte Doktor.
Lina, Vivi und Ich (ca. 20 Jahre):
Fangen wir mit Lina an, die zweimal unseren Schlüssel verschlammt hat und einen Unfall auf einem Surfbrett hatte, so das ihr Mund wie nach eine Botoxbehandlung aussah
.
Dann Vivi, die bei einem Lagerfeuer am Strand zehn mal das gleiche erzählt hat und der die Nicas immer Meerjungfrau hinter her riefen .
Und nun ich, der es nicht mal eine Nacht in einem Hundehüttenhotel aushielt und dem die Sonne die Ohren Kaminrot färbte.
Insgesamt war es eine sehr schöne Woche und ich grüße in diesem Sinne immer alle die mich Lieb haben und alle die ich Lieb hab.
Hasta luego
Euer Tim
Montag, 7. September 2009
Jetzt wird sauber gemacht!
und schon wieder ist eine Woche um und es kommt mir so vor als ob es nichts wirkliches zu Berichten gibt, da einige Sachen hier schon sehr gewöhnlich geworden sind. Aber trotzdem fange ich einfach mal an:
Montag 31.8.2009:
Am Montag lag ich nach der Schule erstmal in der Sonne um meinen weißen Körper zu bräunen.
Die Sonne steht hier genau senkrecht über uns und scheint schön in unseren Patio. Im Allgemeinen kann man hier jedoch nicht lange in der Sonne liegen, da es sehr schnell sehr heiß wird. Die Sonne geht hier auch wirklich um 6.00 Uhr auf und um 18.00 Uhr unter. Dann ist es stockduster, jedoch war diese Woche Vollmond und ein riesiger Mond, wie ich ihn bisher noch nicht gesehen hab erhellt die Nacht.
Dienstag 1.9.2009:
Am Dienstag teilte mir meine Lehrerin mit, dass alle Lehrer am morgigen Tag die Schule säubern würde um der Schweinegrippe vorzubeugen. Sie sagte immer wieder zu mir dass ich in Shorts kommen müsste und lachte sich dabei fröhlich kaputt, jedoch wusste ich nicht was dieses Lachen zu bedeuten hatte. Am Abend ging ich dann zur Aerobic und danach wollten Lina und ich noch auf den Basketballplatz um ein paar Körbe zu werfen, leider wurde der Platz gerade zum Fußball spielen genutzt und so guckten wir zu, statt selber was zu machen.
Mittwoch 2.9.2009:
Am Mittwoch war dann der Tag der großen Schweinegrippe-Putzaktion, und natürlich ging ich wie meine Lehrerin befohlen hatte in Shorts in die Schule. Also mit einer ganz normalen kurzen Hose, die ich vom Handballspielen habe, aber so was trägt hier niemand. In der Schule angekommen wusste ich dann auch warum meine Lehrerin immer so gelacht hatte wenn sie von den Shorts sprach. Da zum Putzen fast nur Frauen gekommen waren, hatte ich nun die ganze Zeit beim putzen eine Schar von Frauen hinter mir stehen die mir auf den Hintern schaute. Im Großen und Ganzen war die Putzaktion doch sehr lustig, da der ganze Klassenraum ausgeräumt wurde und einfach alle Wände und der Boden mit Wasser besprüht wurden, inklusive alle Leute die mit im Raum waren, aber bei der Hitze eine willkommene Abkühlung.
Donnerstag 3.2.2009:
Am Donnerstag backte ich mit ein paar Kindern und einen Lehrerin Plätzchen. Als ich der Lehrerin dann erzähle dass man in Deutschland eigentlich nur in der Weihnachtszeit Plätzchen backt, war sie so erfreut dass sie eine große Kiste mit Weihnachtsförmchen holte und wir bei 30 Grad im September Schneemänner, Weihnachtsmänner und Sterne backten. Am Abend ging ich dann alleine zur Aerobic weil Lina und Vivi mit Cepat einer Organisation für Straßenkinder in die Berge gefahren waren.
Freitag 4.2.2009:
Am Freitagabend kamen Lina und Vivi zu uns, und wir beschlossen spontan noch etwas tanzen zu gehen. Babara wollte leider nicht mitkommen und so zogen wir zu dritt los. Im Club Paraiso rappten dann zwei etwas dickere DJ ´s mit dicken Jacken und coolen Sonnenbrillen für uns und zwei leicht bekleidete Latinomädchen wackelten mit allem was an einer Frau so wackeln kann zu dem spanischen Hardcorerap. In dem Club traffen wir dann noch ein paar andere Deutsche die aber nur auf der Durchreise waren.
Samstag 5.2.2009:
Am Samstag trafen Barbara und ich uns dann mit Diana, Dinas Nichte und Mirte umd für Mirte ein Bett kaufen zu gehen. Ein Bett haben wir dann nicht gekauft weil die meisten zu teuer und richtig schlecht waren, deshalb werden wir jetzt wahrscheinlich selber ein Bett bauen. Jedoch beschlossen wir nach unserem kleinen Shoppingtag bei dem jeder noch etwas zum Anziehen fand, bei uns Pfannekuchen zu machen. Mirte lud noch eine holländische Freundin ein, die Froukje heißt und schon nach kurzer Zeit mit einer Flasche Wein bei uns vor der Türe stand. Wir verstanden uns alle super und Mirte fühlte sich gleich Zuhause. Am Ende tanzten wir noch alle Fröhlich in durch das Haus und gingen danach ins Artesanos, wo gegenüber eine große Party stieg und lauter aufgebrezelte Nicas über die Straßen liefen.
Sonntag 6.2.2009:
Am Sonntag hatte ich mich Mirte und Froukje zum schwimmen verabredet, jedoch machte uns das Wetter einen strich durch die Rechnung. Deshalb gingen Barbara und ich dann am Abend mit Froukje eine Pizza essen. Auf dem Weg zur Pizzeria gingen wir noch über das große Reiterfest, die Straßen waren deshalb auch gefüllt von lauter Nicas in Coweboysachen. In der Pizzeria war es dann sehr voll und wir durften eine Stunde auf unsere Pizza warten, aber wir hatten eine Menge Spaß mit Froukje.
Nächste Woche werde ich dann wahrscheinlich auch mit Froukje zum Basketball gehen.
Ich grüße wie immer alle die mich lieb haben und alle die ich lieb hab.
Euer Tim
Donnerstag, 3. September 2009
Holland und Deutschland
und wieder ist eine Woche herum, die Zeit vergeht hier so schnell. Dass liegt wahrscheinlich an den vielen Sachen die hier passieren:
Montag 24.8.2009:
Am Montag bin ich schon wieder völlig umsonst in die Schule gegangen, da die Lehrer schon wieder am Streiken waren. So hatte ich also Zeit das Haus und meine Sachen zu säubern und zu putzen. Am Abend beschloss ich dann in das Fitnessstudio um die Ecke zu gehen, und als ich drin war ging ich auch schon wieder nach Hause. Dieser Bodybuildingsaal war nicht das was ich mir vorgestellt hatte, lauter Kerle die doppelt so breit und groß wie ich waren. Ich weiß auch nicht wo die sich die ganze Zeit versteckt hatten.Leider waren auch alle Geräte auf diese Typen eingestellt, d.h. es gab nicht mal ein Gewicht was ich ansatzweise hätten heben können und der Bereich der genau richtig für mich gewesen wäre, war nur für Frauen. So ging sofort wieder
nach Haus und trainierte dortt meine jämmerlichen schwachen Muskeln.
Dienstag 25.8.2009:
Am Dienstag hatte ich dann wieder Schule und meine Lehrerin berichtet mir dass der Streik vorbei wäre, da die Stadt endlich gezahlt hätte. Und somit hatte ich nach langer Zeit wieder einen ganz normalen Schultag. Um den Frust vom Vortag entgegen zu wirken, ging ich am Abend mit Lina und Vivi zur Aerobic. Dort durfte ich dann feststellen dass ich und der Lehrer die einzigen Männer im Kurs sind nur dass der Aerobiclehrer halb so groß wie ich ist und sich wahrscheinlich besser als Shakira bewegen kann. Nach einer Stunde, die aus einem Mix von Ballett, Salsa und anderer Akrobatik bestand, ging ich fix und fertig nach Hause. Im Bett fühlte ich mich als ob ich zu kurze Sehnen und und zu große Knochen hätte, aber im Grunde hatte es Spaß gemacht. Trotzdem werde ich bald wohl zum Basketball gehen.
Mittwoch 26.8.2009:
Am Mittwoch ging ich Mittags mit Lina auf den Guanuka-Markt. Dieser Markt liegt einmal über den Berg und ist der größte Markt in Matagalpa, dort gibt es einfach alles von Betten bis zu Gemüse. Lina und ich kauften alles ein was wir für unser Abendessen brauchten ich kaufte mir noch ein schönes T-Shirt. Am Abend kochten wir dann bei Lina und Vivi, das Essen war sehr lecker und der Tag war ebenfalls richtig schön gewesen.
Donnerstag 27.8.2009:
Am Donnerstag hatte ich dann eine Parade mit meiner Schule, die wir schon die zwei Tage davor vorbereitet hatten. Die Parade wurde gemacht, da diese Woche die Woche für behinderte Kinder war. Am Anfang versammelten sich alle Kinder vor der Schule auf der Straße ich passte auf Oliver den blinden Jungen auf. Die Parade war riesig, da sie nicht nur für Schüler war sondern auch für Freunde der Schule, deshalb ging auch eine große Trommlergruppe mit, die für ordentlichen lärm sorgte. Wir gingen von unserer Schule in die Innenstadt und überall standen Leute am Straßenrand um zu gucken. Ich ging mit Oliver bis wir an der großen Kirche in Matagalpa ankamen, wo noch ein paar Reden gehalten wurden und sich das Ganze dann auflöste. Am Abend hatte ich wieder Aerobic und danach kochten wir mit Vivi und Lina Milchreis bei uns.
Freitag 28.8.2009
Am Freitag hatte ich dann frei, weil hier am letzten Freitag im Monat immer alle Schulen frei haben. Also habe ich die zeit genutzt um Barbara einen kleinen Ofen für umgerechnet 7 Euro zu kaufen. Bei dem Ofen fehlte zwar noch das Gitter aber das ließ sich schnell besorgen. Am Abend wollten wir dann natürlich unseren neuen Ofen ausprobieren und backten einen Kuchen, der leider etwas missglückte. Man sollte schon das richtige Rezept wissen wenn man einen Kuchen macht, aber jetzt wissen wenigsten das der Ofen funktioniert.
Samstag 29.9.2009
Am Samstag haben wir dann noch ein Regal für Barbara und eins für unseren Wasserfilter gebaut. Und während wir so am bauen waren stand plötzlich Mirte vor unserer Haustür. Mirte ist eine Holländerin die zur Zeit noch in einer Gastfamilie lebt , einen Sprachkurs bei Matagalpa Tours macht und sich sehr für unser freies Zimmer interessiert hat. Sie hatte sich das Zimmer auch schon einmal angeuckt und wollte uns nun mit einer Packung Chips verkünden dass sie einzieht. Diese Nachricht hat mich und Barbara sehr erfreut, da Mirte einen sehr netten Eindruck macht, leider wird sie nur für drei Monate bei uns wohnen. Am Abend kamen dann mal wieder, was für ein Zufall, Vivi und Lina vorbei. Vivi war krank, sie hatte einen starken Ausschlag und wollte nicht bei der Party sein die in ihrem Haus stieg. Deshalb ging ich dann mit Lina die unbedingt noch etwas machen wollte auf die Party. Vivi und Barbara blieben in unserem Haus und ich ging über ein Maisfest zu der Party. Die Party war schon voll im gange als wir ankamen und bestand aus einer Mischung von Nicas und Amerikanern. Der Abend wurde noch sehr lustig, alle waren sehr nett und so fuhren wir mit einem Truck noch in eine Disco um zu tanzen. Alle hatten ihren Spaß und ich habe viele Leute kennen lernen dürfen.
Vivi musste dann am nächsten Tag ins Krankenhaus wegen ihrer Ausschlags, aber es war nichts schlimmes und es geht ihr schon wieder gut.
Ich grüße wie immer alle die ich lieb hab und alle die mich lieb haben!!
Euer Tim